Gefahrenabwehr in der Wasserwirtschaft
Risikomanagement, Krisenvorsorge und betriebliche Praxisbeispiele
Was nehmen Sie mit
- Verständliche Einblicke in die rechtlichen Rahmenbedingungen bei Dürre, Wasserknappheit und Versorgungssicherung
- Klare Informationen zu rechtlichen Befugnissen, Informationspflichten, Schutz kritischer Infrastruktur sowie zu Sicherheits- und Krisenmaßnahmen
- Rechtliche Leitlinien für den Schutz sensibler Daten und die Umsetzung von Vergaberechten in der Wasserversorgung
- Austausch mit Expert:innen aus Recht, Verwaltung und Praxis zu aktuellen Herausforderungen und Best Practices
Veranstaltungsprofil
- Online
Geschäftsführer:innen, Werkleiter:innen, Abteilungsleiter:innen sowie Expert:innen aus den Bereichen Wasserrecht, Betrieb, Technik, Krisenmanagement, Sicherheit und Organisation von Wasserversorgungsunternehmen, Stadtwerken und Zweckverbänden. Ebenso angesprochen sind Justiziar:innen, Beauftragte für KRITIS, IT- und Informationssicherheit sowie Vertreter:innen von Aufsichtsbehörden und Kommunen mit Bezug zur Wasserversorgung.
Termine
Adresse
Virtueller Veranstaltungsraum
Online
Preise
845,- € Normalpreis (online)
565,- € Mitgliedspreis BDEW (online)
Referenten
Dr. Sabine Wrede
Teilnehmer
max. 40
Es gelten die zum Buchungsdatum im Online-Shop angegebenen Preise.
Inhalt der Veranstaltung
Dürreperioden, Wasserknappheit und externe Bedrohungen wie Sabotage oder Drohnenangriffe stellen Wasserversorgungsunternehmen vor wachsende Herausforderungen. Um Versorgungssicherheit und den Schutz kritischer Infrastrukturen zu gewährleisten, ist es entscheidend, rechtliche Rahmenbedingungen zu kennen und die Handlungsspielräume genau zu verstehen.
Erfahren Sie, welche rechtlichen Möglichkeiten und Pflichten Wasserversorger in Dürre- und Krisensituationen haben. Die Veranstaltung beleuchtet wasserrechtliche Grundlagen, Zuständigkeiten, Allgemeinverfügungen und Widerrufe wasserrechtlicher Erlaubnisse. Sie lernen, welche Maßnahmen technisch und organisatorisch zulässig sind, wie freiwillige Einschränkungen umgesetzt werden können und wie rechtlicher Schutz gegen Entnahmebeschränkungen funktioniert. Belegte Vorfälle aus der nahen Vergangenheit:
- Verdacht auf Sabotage der Wasserversorgung Bundeswehr Köln Wahn (2024): In der Luftwaffenkaserne Köln Wahn wurde 2024 der Verdacht geprüft, dass Leitungswasser vorsätzlich kontaminiert worden sein könnte; rund 5.500 Beschäftigte durften zeitweise kein Wasser aus dem Hahn entnehmen.
- Vermutete Sabotage an Trinkwasserhochbehälter Mechernich (NRW, Deutschland, 2024): In Mechernich wurde der Zaun an einem Trinkwasserhochbehälter durchschnitten, aus dem etwa 10.000 Menschen und ein Bundeswehrstandort versorgt werden; Behörden warnten, das Leitungswasser vorerst weder zu trinken noch für Körperhygiene zu nutzen.
- Dürre und Wasserknappheit: Notfallmaßnahmen in Portugal (2022): Aufgrund extrem niedriger Füllstände der Stauseen begrenzte Portugal 2022 den Betrieb von Wasserkraftwerken auf zwei Stunden pro Woche, um Trinkwasserversorgung für die Bevölkerung für mindestens zwei Jahre abzusichern.
- Verhinderter Cyberangriff auf Wasser und Abwassersystem in einer polnischen Stadt (2025): In Polen wurde 2025 ein bereits laufender Cyberangriff auf die Wasser und Abwasserversorgung einer mittelgroßen Stadt „in letzter Minute“ gestoppt, indem alle Systeme abgeschaltet wurden.
- Dürrebedingte Einschränkungen der Trinkwasserversorgung in Italien und Spanien (Südeuropa, 2022): Norditalien führte extreme Trockenheit 2022 dazu, dass Städte wie Verona und Pisa die Nutzung von Trinkwasser für Gartenbewässerung, Autowaschen, Poolbefüllung etc. verboten und Verstöße mit Bußgeldern belegten.
Lernen Sie, wie der Schutz kritischer Informationen rechtlich gestaltet wird: Welche Auskunftsansprüche können abgewehrt werden, wann dürfen Informationen zurückgehalten werden, und wie lassen sich betriebliche und geschäftliche Geheimnisse wirksam schützen? Zudem werden vergaberechtliche Anforderungen und Sicherheitsmaßnahmen in Ausschreibungen unter Berücksichtigung rechtlicher Vorgaben behandelt. Auch die Umsetzung organisatorischer Sicherheitsmaßnahmen, Krisenplanung, Vorratshaltung und Lieferantenmanagement wird aus der rechtlichen Perspektive beleuchtet.
Tauschen Sie sich mit Expert:innen aus Recht, Verwaltung und Praxis über aktuelle rechtliche Anforderungen, Handlungsspielräume und bewährte Strategien zum Schutz der Wasserversorgung aus. Diskutieren Sie, welche Maßnahmen zulässig sind, welche Informationspflichten bestehen und wie Sie Ihr Unternehmen rechtskonform, widerstandsfähig und krisensicher aufstellen können.
Themenschwerpunkte
- Rechtliche Steuerungsinstrumente bei Dürre und Wasserknappheit: Zuständigkeiten, Entnahmebeschränkungen und rechtlicher Handlungsspielraum für Versorger
- Schutz kritischer Infrastruktur und Informationsmanagement: Auskunftspflichten, Geheimnisschutz und Vergaberecht
- Sicherheitsmanagement und Prävention: Drohnenschutz, Zugangskontrollen, organisatorische Maßnahmen und Krisenplanung
- Krisen- und Notfallmanagement: Vorratshaltung, Lieferantenmanagement, Redundanzen und Lessons Learned aus vergangenen Krisen
- Mitarbeiterschulung und Kommunikationsstrategien: Verhalten im Krisenfall, interne Übungen und Einbindung externer Partner wie Feuerwehr und Gesundheitsämter



