Stromnetz-Entgeltverfahren
Prozesse & Perspektiven zur AgNes-Festlegung
Was nehmen Sie mit
- Erfahren Sie den aktuellen Stand des AgNes-Verfahrens und die Perspektiven der BNetzA.
- Nehmen Sie praxisnahe Einblicke aus Netzbetreiber- und Vertriebsperspektive mit.
- Erhalten Sie Klarheit über variable Netzentgelte, neue Entgeltkomponenten und deren praktische Bedeutung.
Veranstaltungsprofil
- Online
Fach- und Führungskräfte aus Vertrieb, Tarifmanagement, Stromerzeugung, Speicher und Elektrolyse, außerdem Leiter/-innen Vertrieb und Tarifmanagement, Spezialist/-innen für Stromnetzentgelte im Vertrieb, Verantwortliche für Produktmanagement und Kundenabrechnung, Fachkräfte für energiewirtschaftliche Kalkulation, Leiter/-innen Stromerzeugung, Fachkräfte für Kraftwerks- und Speicherbetrieb, Verantwortliche für Stromspeicherung und Elektrolyseprojekte
Termine
Adresse
Virtueller Veranstaltungsraum
Online
Preise
780,- € Normalpreis (online)
475,- € Mitgliedspreis BDEW (online)
Referenten
Yannik Simstich
Teilnehmer
max. 80
Es gelten die zum Buchungsdatum im Online-Shop angegebenen Preise.
Inhalt der Veranstaltung
Das Verfahren AgNes der BNetzA markiert eine umfassende Überarbeitung der allgemeinen Netzentgeltsystematik Strom. Ziel ist es, die Netzentgelte an die zunehmende Flexibilisierung, Digitalisierung und dezentrale Einspeisung anzupassen. Im Rahmen des AgNes-Diskussionspapiers werden zentrale Elemente ausgearbeitet: neue Entgeltkomponenten, variable und dynamische Netzentgelte, Kapazitätsorientierung sowie die Anpassung von Entgelten für Erzeugungsanlagen, Speicher und Elektrolyseure.
Netzbetreiber, Stromvertriebe und Betreiber von Speichern und Elektrolyseuren stehen dabei vor praktischen Herausforderungen: Entgelte sollen Anreize für netzdienliches Verhalten setzen, Flexibilität berücksichtigen und gleichzeitig planbare Rahmenbedingungen für Investitionen schaffen. Die BNetzA erläutert Prioritäten, Zeitpläne und den Konsultationsprozess, um Transparenz über die geplante Weiterentwicklung der Netzentgeltsystematik herzustellen. Die Betrachtung aktueller Entwicklungen zeigt, wie Netzentgelte künftig kapazitäts- und nutzungsorientiert ausgestaltet werden können und welche Auswirkungen dies auf die Stromwirtschaft und die Integration dezentraler Technologien hat.
Fünf entscheidende Vorteile von AgNes gegenüber StromNEV:
- Kostenreflexivität und verursachergerechte Bepreisung: Im Gegensatz zur eher pauschalen StromNEV zielt AgNes darauf ab, die Netzentgelte stärker an den tatsächlichen Netzkosten auszurichten. Dies bedeutet, dass Verursacher von Engpässen (z. B. durch hohe Lastspitzen) gerechter an den Kosten beteiligt werden.
- Förderung netzdienlichen Verhaltens (Flexibilität): AgNes soll Anreize für eine flexible Stromnutzung und -einspeisung setzen. Dadurch können Netzbetreiber bei Engpässen entlastet werden, da Strom dann bezogen wird, wenn das Netz weniger ausgelastet ist.
- Modernisierung für dezentrale Strukturen: Während die StromNEV primär auf zentralen Großkraftwerken basierte, ist AgNes für ein dezentrales System mit erneuerbaren Energien ausgelegt. Es berücksichtigt Einspeise- und Verbrauchsverhalten, um den Ausbau der erneuerbaren Energien besser zu integrieren.
- Einbeziehung aller Netzebenen und Akteure: AgNes plant eine stärkere Zusammenführung der Netzentgelte über verschiedene Spannungsebenen hinweg. Auch Speicher und neue Verbraucher (z.B. E-Ladeinfrastruktur) werden stärker in das System einbezogen.
- Sicherung der Netzkostenfinanzierung: Angesichts zunehmenden Eigenverbrauchs, wachsender Prosumer-Strukturen und der fortschreitenden Elektrifizierung soll AgNes eine breitere und langfristig stabile Finanzierung der Netzinfrastruktur und des notwendigen Netzausbaus gewährleisten.
Der BDEW Infotag versorgt Sie mit exklusiven Einblicken durch Vertreter*innen des BDEW und der BNetzA. Fachexpert*innen aus Netzbetrieb und Energievertrieb zeigen Ihnen Ihre Perspektive auf die Weiterentwicklung der Netzentgeltsystematik und geben Ihnen Impulse mit auf den Weg, wie die Herausforderungen durch die neuen AgNes-Festegungen in der Praxis eingeordnet und gemeistert werden können. Wir freuen uns auf eine inspirierende Diskussion und viele exklusive Einblicke in die aktuellen Entwicklungen.
Themenschwerpunkte
- Weiterentwicklung Netzentgeltsystematik Strom
- Mögliche neue Entgeltkomponenten und Anreize
- Entgelte für Erzeuger, Speicher und Elektrolyseure
- Perspektiven für variable und dynamische Netzentgelte
