Straßen- und Außenbeleuchtung 2026
Licht für Menschen und Umwelt
Was nehmen Sie mit
- Aktualisieren Sie Ihre normativen und rechtlichen Kenntnisse
- Erfahren Sie alles zum Bundesnaturschutzgesetz und was es für den Einsatz von Leuchten bedeutet
- Lernen Sie von Kollegen über die Betriebserfahrung mit LED- und Solarleuchten
- Erfahren Sie, was die Leuchte von morgen neben reiner Beleuchtung alles leisten könnte
- Treffen Sie die Fachleute des deutschsprachigen Raumes aus Wissenschaft, Technik und Industrie
Veranstaltungsprofil
- Bonn
Fachleute für Straßen- und Außenbeleuchtung, Geschäftsführer:innen, Führungskräfte und Fachleute von Netzbetreibern (Planung, Bau, Betrieb der Straßen- und Außenbeleuchtung), Vertreter:innen der Stadtverwaltungen, Dienstleister, Ingenieurbüros, Planer und Architekt:innen sowie Hersteller.
Termine
Adresse
Maritim Hotel Bonn
Kurt-Georg-Kiesinger Allee 1
53175 Bonn
Preise
1.790,- € Normalpreis
1.490,- € Mitgliedspreis Licht-Gesellschaften
Referenten
Gerd Wiesemann
Teilnehmer
max. 120
Es gelten die zum Buchungsdatum im Online-Shop angegebenen Preise.
Inhalt der Veranstaltung
Die EW-Fachtagung Straßen- und Außenbeleuchtung ist eine etablierte Plattform für Fachwissen und Praxisaustausch, die alle zwei Jahre im Wechsel mit der Tagung in Dresden stattfindet. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Entwicklungen rund um moderne Außenbeleuchtung: Erfahrungen aus der LED-Umrüstung, Fragen zur technischen Weiterentwicklung sowie Betrieb und Wirtschaftlichkeit von Solarleuchten. Zudem werden Umweltschutzaspekte vertieft, etwa Lichtwirkungen auf Insekten und Anforderungen aus dem Bundesnaturschutzgesetz, inklusive Strategien zur Reduktion von Lichtverschmutzung. Auch Themen wie Blendungsempfinden, Leuchtdichteverteilung und visuelle Akzeptanz von Beleuchtungssystemen werden vorgestellt. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Digitalisierung und Smart-City-Lösungen – von vernetzten Leuchten über adaptive Steuerungen und Abschaltpläne bis hin zu digitalen Lichtmasterplänen. Ergänzt wird das Programm durch Beiträge zur städtischen Lichtplanung, zur Rolle von Beleuchtung in der Kriminalprävention sowie zu aktuellen normativen Vorgaben und Betreiberpflichten.
Maßgebliche Gesetzestexte und Regelwerke für die Straßenbeleuchtung:
- Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG): Das BNatSchG setzt rechtliche Grenzen für Lichtemissionen, um Tiere, Pflanzen und Lebensräume – insbesondere nachts – vor schädlichen Auswirkungen künstlicher Beleuchtung zu schützen.
- Rechtsverordnung zum Bundesnaturschutzgesetz (RVO zum BNatSchG): Die geplante bzw. diskutierte RVO konkretisiert die Vorgaben des BNatSchG für Beleuchtungsanlagen, insbesondere hinsichtlich Bewertung, Messung und Begrenzung von Lichtemissionen.
- Straßenverkehrsrecht (insb. StVO in Verbindung mit Verwaltungsvorschriften): Das Straßenverkehrsrecht bildet den rechtlichen Rahmen für die Verkehrssicherheit und ist damit maßgeblich für Anforderungen an Beleuchtungsniveau, Sichtbarkeit und Blendungsbegrenzung im öffentlichen Raum.
- Landesrechtliche Regelungen (z. B. Landesnaturschutz- und Straßenbaurecht): Ergänzend zum Bundesrecht legen die Länder spezifische Anforderungen fest, etwa zu Abschaltplänen, Betriebszeiten oder Genehmigungspflichten für Straßen- und Außenbeleuchtung.
- Normative Vorgaben und Betreiberpflichten (z. B. DIN EN 13201 (Reihe) und CIE 150 / CIE 126): Technische Normen definieren den Stand der Technik für Planung, Betrieb und Wartung von Straßenbeleuchtung und sind zentral für Haftungsfragen und die rechtssichere Umsetzung.
- Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG): Das BImSchG bildet den allgemeinen Rechtsrahmen zum Schutz von Menschen und Umwelt vor schädlichen Umwelteinwirkungen und ist die rechtliche Grundlage dafür, Lichtemissionen von Straßenbeleuchtung als Immission (Stichwort Lichtverschmutzung) zu bewerten und zu begrenzen.
Außen- und Straßenbeleuchtung wird zunehmend zu einem strategischen Bestandteil kommunaler Infrastrukturentwicklung. Zwischen Klimaschutzzielen, Budgetvorgaben, Sicherheitsanforderungen und gestalterischen Ansprüchen müssen Städte und Gemeinden tragfähige Gesamtkonzepte entwickeln, die über Einzelmaßnahmen hinausgehen. Gefragt sind integrierte Entscheidungsgrundlagen, die technische Möglichkeiten, ökologische Anforderungen und wirtschaftliche Lebenszyklusbetrachtungen zusammenführen. Wie lassen sich Beleuchtungsstrategien systematisch in Smart-City-Konzepte, Energieeffizienzfahrpläne und kommunale Investitionsplanung einbetten? Welche Governance- und Abstimmungsprozesse sind erforderlich, um Beleuchtung nicht nur als Betriebskostenfaktor, sondern als aktiv steuerbares Element der Stadtentwicklung zu verstehen? Dieser Blick auf die strategische Einordnung schafft Orientierung für langfristig tragfähige Entscheidungen.
Themenschwerpunkte
- Rechtsverordnung zum Bundesnaturschutzgesetz
- Lichtwirkung auf Insekten in der Nacht
- Digitale Lichtmasterpläne und Abschaltpläne
- Licht und Kriminalität
- Ist die LED-Technologie ausgereizt?
- Betriebserfahrung mit Solarleuchten
- Untersuchung des Blendungsempfindens

















