Energiewende finanzieren: Neue Wege für Stadtwerke
Fonds, Projektgesellschaften & strategische Partnerschaften für nachhaltige Investitionen
Was nehmen Sie mit
- Wichtige Informationen zu den Chancen und Herausforderungen der Projektfinanzierung für Stadtwerke
- Einblicke in die verschiedenen Finanzierungsmodelle für Stadtwerke – von EU-Fördermitteln bis zur Bürgerbeteiligung
- Praxisorientierte Schritt-für-Schritt-Anleitungen zur erfolgreichen Umsetzung von Finanzierungsmodellen
- Nützliche Tipps zur langfristigen Finanzplanung und zur Risikominimierung bei Energiewende-Projekten
Veranstaltungsprofil
- Online
Geschäftsführer:innen von Stadtwerken; Fach- und Führungskräfte aus Stadtwerken und kommunalen Versorgungsunternehmen; Bereichs- und Abteilungsleiter:innen für Finanzen, Controlling und strategische Unternehmensentwicklung; Projektleiter:innen und Fachkräfte für erneuerbare Energien, Netzausbau und Infrastrukturplanung; Verantwortliche für Bürgerbeteiligung, Crowdinvesting und PR/Kommunikation; Mitarbeiter:innen aus den Bereichen Recht, Fördermittelmanagement und regulatorische Compliance.
Termine
Adresse
Virtueller Veranstaltungsraum
Online
Preise
915,- € Normalpreis (online)
690,- € Mitgliedspreis BDEW (online)
Referenten
Paul Wieshammer
Teilnehmer
max. 30
Es gelten die zum Buchungsdatum im Online-Shop angegebenen Preise.
Inhalt der Veranstaltung
Die Energiewende ist eine der drängendsten Aufgaben unserer Zeit – sie entscheidet über den Weg in eine klimaneutrale Zukunft. Doch die Transformation der Energieversorgung erfordert immense Investitionen. Wie können Stadtwerke diese Herausforderungen meistern?
Bei unserem BDEW-Informationstag erfahren Sie, wie Sie mit Fonds, Partnerschaften und Bürgerbeteiligung nachhaltige Projekte realisieren und die Energiewende aktiv gestalten. Unsere Expert:innen vermitteln praxisnah die wichtigsten Finanzierungsansätze für Stadtwerke und kommunale Versorger. Sie erhalten einen kompakten Überblick darüber, warum neue Finanzierungswege entscheidend sind, welche Summen für die Energiewende benötigt werden und wie Förderprogramme von EU und Bund unterstützen können.
Ein besonderer Fokus liegt auf dem Deutschlandfonds – einer neuen staatlichen Investitionsinitiative, die von der KfW koordiniert wird. Ziel: privates Kapital für Großprojekte, insbesondere in der Energieinfrastruktur, zu mobilisieren und Risiken abzusichern.
Auch auf europäischer Ebene eröffnen sich neue Perspektiven. Erfahren Sie, wie großvolumige Netzinvestitionen mit Mitteln der Europäischen Investitionsbank strukturiert und finanziert werden können – und welche Übertragbarkeit diese Modelle für andere kommunale Unternehmen haben.
Wichtige Finanzierungsoptionen für Stadtwerke:
- Mittel aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF): Fördermittel für Infrastruktur-, Wärme- und Dekarbonisierungsprojekte können über Programme des Bundes genutzt werden. Rechtsgrundlage ist das Klima- und Transformationsfondsgesetz (KTFG).
- Förderung über die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW): Investitionen in Wärmenetze, Großwärmepumpen oder Abwärmenutzung können bezuschusst werden. Grundlage ist die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW).
- Bürgerfinanzierung (z. B. Energiegenossenschaften oder Beteiligungsmodelle): Kapital kann über Bürgerbeteiligungen wie Genossenschaftsanteile oder Nachrangdarlehen eingeworben werden. Rechtlicher Rahmen ergibt sich u. a. aus dem Genossenschaftsgesetz (GenG) sowie dem Vermögensanlagengesetz.
- Investitionsförderung über das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz: KWK-Anlagen erhalten Zuschläge und Investitionsförderung zur Finanzierung netzdienlicher Wärme- und Stromerzeugung. Rechtsgrundlage ist das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG).
- Kreditprogramme öffentlicher Förderbanken (Bund und Länder): Zinsgünstige Darlehen, Tilgungszuschüsse und Bürgschaften können über Programme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sowie der Landesförderbanken gewährt werden. Maßgeblich sind die jeweiligen Fördergesetze und Programmbedingungen.
- Europäische Förder- und Finanzierungsinstrumente (EFRE, EIB): Investitionen können über EFRE-kofinanzierte Programme der Länder oder über Darlehen der Europäische Investitionsbank (EIB) unterstützt werden. Rechtsgrundlage sind einschlägige EU-Verordnungen sowie projektbezogene Finanzierungsverträge.
In unserem Praxisbeispiel lernen Sie, wie Bürgerkapital sinnvoll eingebunden werden kann und inwieweit sich dieses Modell auf andere Kommunen übertragen lässt. Strategische Partnerschaften rücken ebenfalls stärker in den Mittelpunkt: Stadtwerke-Kooperationen ermöglichen Investitionen, teilen Risiken und heben Skaleneffekte – etwa durch gemeinsame Projektgesellschaften, koordinierten Einkauf oder strukturierte Finanzierungslösungen. Gerade für kleine und mittlere Stadtwerke bieten solche Modelle neue strategische Optionen.
In der anschließenden Diskussionsrunde beleuchten unsere Referent:innen gemeinsam mit Ihnen die Chancen und Herausforderungen verschiedener Finanzierungsmodelle – und geben wertvolle Impulse für Ihre eigene Arbeit. Zum Abschluss haben Sie die Möglichkeit, individuelle Fragen an die Expert:innen zu richten.
Nutzen Sie die Gelegenheit, wertvolle Tipps für Ihre eigenen Projekte zu erhalten und sich mit anderen Teilnehmenden auszutauschen. Melden Sie sich jetzt an und gestalten Sie die Energiewende aktiv mit – sichern Sie sich Ihren Platz!
Themenschwerpunkte
- Welche Finanzierungsmodelle und Fördermöglichkeiten gibt es für Stadtwerke und Kommunen?
- Praxisbeispiele – Erfolgreiche Umsetzung von Finanzierungsmodellen in kommunalen Energieprojekten, z. B. durch Deutschlandfonds und Bürgerbeteiligung.
- Risikomanagement und langfristige Finanzplanung – Strategien zur Absicherung von Projekten und zur nachhaltigen Finanzierung in der Energiewende.
- Rechtliche Perspektiven und steuerliche Aspekte – Wichtige rechtliche Rahmenbedingungen bei der Umsetzung von Finanzierungsmodellen und deren steuerliche Überlegungen.
